Kerzen in der Schweiz: Was der Aussenhandel verrät
Kerzen begleiten Taufen, Hochzeiten, die Adventszeit und stille Momente. Doch wie viele der in der Schweiz erhältlichen Kerzen kommen aus dem Ausland? Die Aussenhandelsstatistik gibt darauf eine klare Teilantwort: Von 2021 bis 2025 wurden jährlich durchschnittlich 15’933 Tonnen fertige Kerzen importiert und 590 Tonnen exportiert. Unter dem Strich ergibt das einen Nettoimport von rund 15’344 Tonnen pro Jahr.
Woher kommen die importierten Kerzen?
Ein Blick auf das Jahr 2024 zeigt drei besonders wichtige Handelspartner. Nach Gewicht kamen rund 4’464 Tonnen aus Polen, 4’290 Tonnen aus China und 2’966 Tonnen aus Deutschland. Zusammen entfielen auf diese drei Länder knapp 78 Prozent aller Schweizer Kerzenimporte des Jahres. Die Rangfolge bezieht sich auf die Menge, nicht auf den Warenwert. Aus der Länderstatistik lässt sich nicht ablesen, wo eine einzelne Kerze einer bestimmten Marke hergestellt wurde.
Wie hat sich der Import entwickelt?
Der Nettoimport war nicht jedes Jahr gleich hoch. 2021 erreichte er rund 17’633 Tonnen, 2023 waren es rund 13’415 Tonnen und 2025 wieder rund 16’004 Tonnen. Diese Unterschiede zeigen die Entwicklung des Aussenhandels. Weshalb einzelne Jahre höher oder tiefer ausfielen, lässt sich aus den Mengen allein nicht erklären.
Und wie viele Kerzen werden in der Schweiz hergestellt?
Genau hier endet die Aussagekraft der Aussenhandelsstatistik: Sie erfasst Importe und Exporte, aber nicht die gesamte Schweizer Kerzenproduktion. Auch Rohstoffimporte liefern keine direkte Produktionszahl, denn Paraffin, Pflanzenfette und Stearinsäure werden ebenso für andere Produkte verwendet.
Man kann den Markt deshalb nur mit einer offengelegten Annahme durchrechnen. Würden in der Schweiz beispielsweise 2’700 Tonnen Kerzen pro Jahr hergestellt, ergäben die durchschnittlichen Nettoimporte von 15’344 Tonnen zusammen ein rechnerisches Angebot von rund 18’044 Tonnen. Der Nettoimport würde in diesem Beispiel etwa 85 Prozent ausmachen. Die 2’700 Tonnen sind jedoch ein Rechenwert und keine amtlich gemessene Produktionsmenge.
Man kann den Markt deshalb nur mit einer offengelegten Annahme durchrechnen. Würden in der Schweiz beispielsweise 2’700 Tonnen Kerzen pro Jahr hergestellt, ergäben die durchschnittlichen Nettoimporte von 15’344 Tonnen zusammen ein rechnerisches Angebot von rund 18’044 Tonnen. Der Nettoimport würde in diesem Beispiel etwa 85 Prozent ausmachen. Die 2’700 Tonnen sind jedoch ein Rechenwert und keine amtlich gemessene Produktionsmenge.
Wie ändert sich der rechnerische Importanteil?
Die sichere Erkenntnis ist einfacher: Die Schweiz führt jedes Jahr sehr grosse Mengen fertiger Kerzen ein. Wie hoch der tatsächliche Anteil der hier hergestellten Kerzen am Verbrauch ist, bleibt ohne verlässliche Produktionszahlen offen. Gerade deshalb lohnt es sich, beim Kauf genauer hinzuschauen, wo eine Kerze hergestellt wurde.
Quelle der Schweizer Import- und Exportmengen: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG), Aussenhandelsstatistik, Tarifnummer 3406.0000, bereitgestellte Auswertung mit Stand 14. September 2026. Berücksichtigt wurden nur vollständige Kalenderjahre; Nettoimport bedeutet Import minus Export.
Quelle der Schweizer Import- und Exportmengen: Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG), Aussenhandelsstatistik, Tarifnummer 3406.0000, bereitgestellte Auswertung mit Stand 14. September 2026. Berücksichtigt wurden nur vollständige Kalenderjahre; Nettoimport bedeutet Import minus Export.